Bottrop: Echtes „Mammutprojekt“: Emscher-Umbau gibt Mammut-Stoßzahn frei

Bottrop. Bei den Bauarbeiten am Berne-Abwasserkanal gab es in der vergangenen Woche einen nicht alltäglichen Fund: Die Baustelle der Emschergenossenschaft unmittelbar gegenüber des BerneParks gab den Stoßzahn eines Mammuts frei. Die Emschergenossenschaft hat umgehend die Paläontologen des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) informiert. Der Fund wurde mittlerweile an das „LWLMuseum für Naturkunde“ in Münster übergeben, wo er nun von Spezialisten genauer untersucht wird.

Foto unseres Projektleiters Amir Golzari mitsamt des Mammut-Stoßzahns (Quelle: Klaus Baumers/EGLV)

Foto unseres Projektleiters Amir Golzari mitsamt des Mammut-Stoßzahns (Quelle: Klaus Baumers/EGLV)

Paläontologische Funde wie dieser sind beim – pardon, „Mammutprojekt“ Emscher-Umbau, indes keine Seltenheit: Bereits vor einigen Jahren gab es ähnlich spektakuläre Funde: In Gelsenkirchen und in Herne fanden Arbeiter der Emschergenossenschaft beim Bau des Abwasserkanals Emscher Mammut-Knochen.

Unüblich sind die Funde daher nicht, weil sich die Emschergenossenschaft beim Emscher-Umbau sehr häufig in Tiefenlagen, in denen paläontologische Funde häufig anzutreffen sind. Mammuts lebten vor zirka 30.000 bis 40.000 Jahren in der Emscher-Region. Da es die Tiere häufig ans Wasser zog, werden ihre Überreste entsprechend in der Nähe von Gewässern gefunden.

Die Emschergenossenschaft
Die Emschergenossenschaft ist ein öffentlich-rechtliches Wasserwirtschaftsunternehmen, das effizient Aufgaben für das Gemeinwohl mit modernen Managementmethoden nachhaltig erbringt und als Leitidee des eigenen Handelns das Genossenschaftsprinzip lebt. Sie wurde 1899 als erste Organisation dieser Art in Deutschland gegründet und kümmert sich seitdem unter anderem um die Unterhaltung der Emscher, um die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie um den Hochwasserschutz.

Seit 1992 plant und setzt die Emschergenossenschaft das Generationenprojekt Emscher-Umbau um, in das über einen Zeitraum von rund 30 Jahren prognostizierte 5,38 Milliarden Euro investiert werden.