Gelsenkirchen: Kleine Emscher wird in Bismarck wieder ans Tageslicht geholt

Gelsenkirchen. Die Emschergenossenschaft beginnt Mitte November mit der naturnahen Umgestaltung der Kleinen Emscher in GE-Bismarck. Dafür wird der verrohrte Bach wieder ans Tageslicht zurückgeholt.

Die Baumaßnahmen beginnt westlich der Bismarckstraße und endet am Ende der genossenschaftlichen Strecke zirka 100 Meter vor der Verrohrung des Gewässers. Die Arbeiten der Emschergenossenschaft sehen den Bau eines neuen Reinwasserkanals auf zirka 100 Metern Länge sowie den Bau einer Grundwasser-Drainage für die AGG Gelsenkanal parallel zum Reinwasserkanal vor.

Im Anschluss daran wird auf einer Länge von zirka 110 Metern das Gewässer wieder geöffnet. In dem heute bereits offenen Gewässerabschnitt werden die Betonsohlschalen entfernt, natürliches Sohlsubstrat eingebracht und das Gewässer geringfügig aufgeweitet. Der vorhandene Gewässerdurchlass wird dann zukünftig als Abwasserkanal genutzt, der das Schmutz- und Regenwasser aus den städtischen Kanälen abführt. Das saubere Wasser fließt dagegen künftig durch den neu entstehenden Reinwasserkanal.

Im Zuge der Bauarbeiten werden die Wegeverbindungen zwischen der Knippinckstraße und Sauerlandstraße sowie zwischen Kolbstraße und Sauerlandstraße vorübergehend gesperrt. Die Maßnahme wird voraussichtlich bis Ende 2019 dauern. Die Emschergenossenschaft bittet um Verständnis für etwaige Beeinträchtigungen.

Die Emschergenossenschaft
Die Emschergenossenschaft ist ein öffentlich-rechtliches Wasserwirtschaftsunternehmen, das effizient Aufgaben für das Gemeinwohl mit modernen Managementmethoden nachhaltig erbringt und als Leitidee des eigenen Handelns das Genossenschaftsprinzip lebt. Sie wurde 1899 als erste Organisation dieser Art in Deutschland gegründet und kümmert sich seitdem unter anderem um die Unterhaltung der Emscher, um die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie um den Hochwasserschutz.

Seit 1992 plant und setzt die Emschergenossenschaft das Generationenprojekt Emscher-Umbau um, in das über einen Zeitraum von rund 30 Jahren prognostizierte 5,266 Milliarden Euro investiert werden.