Castrop-Rauxel/Recklinghausen: Mitmach-Park an der Emscher: Kreative Ideen sind gefragt

Castrop-Rauxel/Recklinghausen. Wie sieht ein Natur- und Wasser-Erlebnis-Park aus? Mit ihren Ideen und Anregungen können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger in die Gestaltung des Parks an der Emscher im Grenzgebiet zwischen Castrop-Rauxel und Recklinghausen einbringen. Wann und wo? Ganz einfach: am Samstag, 11. August, beim Familien-Erlebnis-Tag am Wasserkreuz (Industriestraße 57) in Castrop-Rauxel. Von 11 bis 18 Uhr können sich Neugierige aktiv in die Parkgestaltung einbringen und Natur am Wasser erleben.

Die Emschergenossenschaft und die beiden Emscher-Kommunen Recklinghausen und Castrop-Rauxel rufen interessierte Bürgerinnen und Bürger auf, sich mit Ideen an der Parkgestaltung zu beteiligen.

Belohnung für Ideen
Zu diesem Zweck wurden spezielle Postkarten entworfen und gedruckt, die am Samstag ausliegen. Für die Ideen bedanken sich die Initiatoren mit Reagenzglasröhrchen, die mit insektenfreundlichem regionalem ökologischem Blumensamen gefüllt sind. Die Kinder, die in diesem Jahr an der Sommerakademie für Kleine Wasserforscher in der Kleingartenanlage Schellenberg in Castrop-Rauxel teilgenommen haben, haben vierhundert Samenröhrchen befüllt, 400 Etiketten gemalt und mit Kordeln befestigt. Jedes Röhrchen ist also ein künstlerisches Unikat. Außerdem bedanken sich die Veranstalter bei den Besucherinnen und Besuchern für ihre Ideen mit den Romanen der Jugendlichen „Willkommen@Emscherland“ und „Dreistromland“, die im Emscherland-Park spielen. Um 16 Uhr werden unter allen abgegebenen Postkarten mit Ideen vier Gutscheine für jeweils 5 Personen zu einer Klärwerksführung verlost.

Die Emschergenossenschaft
Die Emschergenossenschaft ist ein öffentlich-rechtliches Wasserwirtschaftsunternehmen, das effizient Aufgaben für das Gemeinwohl mit modernen Managementmethoden nachhaltig erbringt und als Leitidee des eigenen Handelns das Genossenschaftsprinzip lebt. Sie wurde 1899 als erste Organisation dieser Art in Deutschland gegründet und kümmert sich seitdem unter anderem um die Unterhaltung der Emscher, um die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie um den Hochwasserschutz.

Seit 1992 plant und setzt die Emschergenossenschaft das Generationenprojekt Emscher-Umbau um, in das über einen Zeitraum von rund 30 Jahren prognostizierte 5,266 Milliarden Euro investiert werden. Diese Kosten werden zu rund 80 Prozent von den Mitgliedern der Emschergenossenschaft getragen, d.h. von Bergbau, Industrie und Kommunen. Knapp 20 Prozent steuern das Land NRW und die EU über Fördermittel bei.

Voraussichtlich Ende 2020 soll die Emscher, einst der „dreckigste Fluss Europas“, weitestgehend wieder vom Abwasser befreit sein und – wo der Platz es zulässt – naturnah umgestaltet werden.