Herten: Kanalbauarbeiten am Resser Bach: Sperrung der Uhlandstraße

Herten. Im Rahmen der Kanalarbeiten der Emschergenossenschaft muss aktuell die Uhlandstraße auf Höhe des Resser Baches (Höhe Uhlandstraße 124) sowohl für den PKW-Verkehr als auch für den Fußgänger- und Radverkehr gesperrt werden. Voraussichtliche Dauer: ein Jahr. In der Straße müssen neue Kanäle und Schächte erstellt werden. Die Emschergenossenschaft bittet um Verständnis.

Zum Baufortschritt bei den Kanalbauarbeiten:
Im ersten Bauabschnitt sind die ersten 430 Meter (Innendurchmesser: 1,60 Meter) im bemannten Rohrvortrieb entlang des Backumer Baches fertiggestellt. Die Rohrproduktion im Werk läuft auf Hochtouren, so dass voraussichtlich Ende Juli/Anfang August bereits der nächste Vortrieb beginnt. Im zweiten Bauabschnitt beginnen die Bauarbeiten für das neue Schmutzwasserpumpwerk Herten-Resser Bach auf dem Gelände des bestehenden Pumpwerks an der Hohewardstraße. Darüber hinaus steht auch im zweiten Bauabschnitt die Rohrproduktion für den ersten bemannten Rohrvortrieb in den Startlöchern, sodass die erste Rohre voraussichtlich im Herbst diesen Jahres auf der Baustelle im Abschnitt zwischen der A2 und der Halde Hoheward eintreffen und unter der Erde vorgepresst werden.

Die Emschergenossenschaft
Die Emschergenossenschaft ist ein öffentlich-rechtliches Wasserwirtschaftsunternehmen, das effizient Aufgaben für das Gemeinwohl mit modernen Managementmethoden nachhaltig erbringt und als Leitidee des eigenen Handelns das Genossenschaftsprinzip lebt. Sie wurde 1899 als erste Organisation dieser Art in Deutschland gegründet und kümmert sich seitdem unter anderem um die Unterhaltung der Emscher, um die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie um den Hochwasserschutz.

Seit 1992 plant und setzt die Emschergenossenschaft das Generationenprojekt Emscher-Umbau um, in das über einen Zeitraum von rund 30 Jahren prognostizierte 5,266 Milliarden Euro investiert werden. Diese Kosten werden zu rund 80 Prozent von den Mitgliedern der Emschergenossenschaft getragen, d.h. von Bergbau, Industrie und Kommunen. Knapp 20 Prozent steuern das Land NRW und die EU über Fördermittel bei.

Voraussichtlich Ende 2020 soll die Emscher, einst der „dreckigste Fluss Europas“, weitestgehend wieder vom Abwasser befreit sein und – wo der Platz es zulässt – naturnah umgestaltet werden.