Oberhausen: Ein Jahr nach dem großen Durchstich in Oberhausen

Oberhausen. Vor genau einem Jahr, am 12. Juni 2017, feierte die Emschergenossenschaft in Oberhausen einen der bis dato größten Meilensteine des Emscher-Umbaus: den parallelen Durchstich beider Tunnelbohrmaschinen für den Abwasserkanal Emscher in die gigantische Baugrube des Pumpwerks Oberhausen! Zum Jahrestag lud die Emschergenossenschaft ein Video mit den spektakulärsten Impressionen des Durchbruchs auf Facebook hoch. Zu sehen ist es auf www.facebook.com/EGLV.de – derweil arbeitet die Emschergenossenschaft ein Jahr nach Fertigstellung der unterirdischen Vortriebsarbeiten am Ausbau der Schächte in Oberhausen.

Fotos der aktuellen Ausbauarbeiten am bereits verlegten Kanal (Fotos: Rupert Oberhäuser/EGLV)

Fotos der aktuellen Ausbauarbeiten am bereits verlegten Kanal (Fotos: Rupert Oberhäuser/EGLV)

Mit dem Ende des Tunnelvortriebs für den Abwasserkanal Emscher endeten nicht automatisch die Arbeiten an dem selbigen. Im Laufe des vergangenen Jahres stellte die Emschergenossenschaft insgesamt bereits drei Schächte auf der rund zehn Kilometer langen Kanalstrecke zwischen Bottrop-Süd und Oberhausen-Biefang fertig. An den anderen sieben wird derzeit noch mit Hochdruck gearbeitet.

Dabei werden nicht nur die Wände ausgebaut, sondern auch die Gerinne zwischen den einzelnen Tunneln hergestellt – diese werden ganz traditionell geklinkert. Bis voraussichtlich Anfang 2019 sollen auch diese Arbeiten in dem Bauabschnitt zwischen Bottrop und Oberhausen abgeschlossen sein.

Die Emschergenossenschaft
Die Emschergenossenschaft ist ein öffentlich-rechtliches Wasserwirtschaftsunternehmen, das effizient Aufgaben für das Gemeinwohl mit modernen Managementmethoden nachhaltig erbringt und als Leitidee des eigenen Handelns das Genossenschaftsprinzip lebt. Sie wurde 1899 als erste Organisation dieser Art in Deutschland gegründet und kümmert sich seitdem unter anderem um die Unterhaltung der Emscher, um die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie um den Hochwasserschutz.

Seit 1992 plant und setzt die Emschergenossenschaft das Generationenprojekt Emscher-Umbau um, in das über einen Zeitraum von rund 30 Jahren prognostizierte 5,266 Milliarden Euro investiert werden. Diese Kosten werden zu rund 80 Prozent von den Mitgliedern der Emschergenossenschaft getragen, d.h. von Bergbau, Industrie und Kommunen. Knapp 20 Prozent steuern das Land NRW und die EU über Fördermittel bei.

Voraussichtlich Ende 2020 soll die Emscher, einst der „dreckigste Fluss Europas“, weitestgehend wieder vom Abwasser befreit sein und – wo der Platz es zulässt – naturnah umgestaltet werden.