Bottrop: Kanalbau in Oberhausen und Bottrop: Bürger-Info am 15. Mai

Bottrop. Die Emschergenossenschaft beginnt im Juni 2018 mit dem Bau eines neuen Abwasserkanals in Bottrop-Vonderort und der Erneuerung des bestehenden Abwasserkanals in Oberhausen. Im Vorfeld lädt die Emschergenossenschaft interessierte AnwohnerInnen zu einem Informationsabend ein: am 15. Mai im Restaurant Laguna, Karl-Peter-Straße 1 in Bottrop. Los geht es um 18 Uhr.

In Bottrop-Vonderort soll das Mischwasser aus dem Einzugsgebiet Vonderort in Zukunft an den Abwasserkanal Emscher übergeben werden. Um auch bei starken Regenfällen die Klärwerke zu entlasten, baut die Emschergenossenschaft einen Stauraumkanal – dieser sorgt für eine Trennung von sauberem Regenwasser und schmutzigem Abwasser. Das Reinwasser gelangt ins Gewässer, das Schmutzwasser über den Abwasserkanal in die Kläranlage. Baubeginn ist im Juni 2018.

Stauraumkanal
Aufgabe des Stauraumkanals ist es, das schmutzige Abwasser vom „sauberen“ Regenwasser zu trennen. Läuft der Kanal mit dem Mischwasser voll, sinken die schwereren Schmutzsedimente zu Boden und werden durch den Kanal weiter zur Kläranlage transportiert. Das oben schwimmende, nicht-klärpflichtige Regenwasser fließt dagegen über eine Entlastungsschwelle in das Gewässer – die Klärwerke werden entlastet und die Emscher erhält sauberes Wasser.

Auch auf Oberhausener Gebiet
Auf Oberhausener Stadtgebiet, in der Straße Im Brahmkamp, wird zeitgleich auf 100 Metern Länge mit der Erneuerung eines sanierungsbedürftigen Abwasserkanals (Innendurchmesser: 1,50 Meter) begonnen. Die Fertigstellung der Baumaßnahmen ist für Juni 2020 geplant.

Informationsabend
Die Emschergenossenschaft lädt interessierte AnwohnerInnen am Dienstag, 15. Mai, dazu ein, sich über den Kanalbau zu informieren. Der Informationsabend startet um 18 Uhr im Restaurant Laguna, Karl-Peter-Straße 1 in Bottrop.

Die Emschergenossenschaft
Die Emschergenossenschaft ist ein öffentlich-rechtliches Wasserwirtschaftsunternehmen, das effizient Aufgaben für das Gemeinwohl mit modernen Managementmethoden nachhaltig erbringt und als Leitidee des eigenen Handelns das Genossenschaftsprinzip lebt. Sie wurde 1899 als erste Organisation dieser Art in Deutschland gegründet und kümmert sich seitdem unter anderem um die Unterhaltung der Emscher, um die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie um den Hochwasserschutz.

Seit 1992 plant und setzt die Emschergenossenschaft das Generationenprojekt Emscher-Umbau um, in das über einen Zeitraum von rund 30 Jahren prognostizierte 5,266 Milliarden Euro investiert werden. Diese Kosten werden zu rund 80 Prozent von den Mitgliedern der Emschergenossenschaft getragen, d.h. von Bergbau, Industrie und Kommunen. Knapp 20 Prozent steuern das Land NRW und die EU über Fördermittel bei.

Voraussichtlich Ende 2020 soll die Emscher, einst der „dreckigste Fluss Europas“, weitestgehend wieder vom Abwasser befreit sein und – wo der Platz es zulässt – naturnah umgestaltet werden.