Herten: Resser und Backumer Bach: Umbau ist in vollem Gange

Herten. Im Rahmen des Generationenprojektes Emscher-Umbau werden in Herten der Resser Bach und der Backumer Bach aktuell vom Abwasser befreit. Fragen von betroffenen Anwohnern beantwortet die Emschergenossenschaft im Rahmen ihrer Bürgersprechstunden – die nächste findet am kommenden Mittwoch, 18. April, statt.

Von 16 bis 18 Uhr sind interessierte Anwohner eingeladen, sich vor Ort über die Baumaßnahmen zu informieren und mögliche Anliegen dem Projektleiter vorzutragen. Die Bürgersprechstunde findet im Baubüro auf der Uhlandstraße/Ecke Kleiststraße statt. Weitere Bürgersprechstunden bietet die Emschergenossenschaft am 16. Mai und am 27. Juni zu den gleichen Uhrzeiten an.

Die Kanalbauarbeiten
Die Kanalbauarbeiten der Emschergenossenschaft kommen in der Zwischenzeit gut voran: Im ersten Bauabschnitt am Backumer Bach wurden aktuell 300 von 1600 Metern des neuen unterirdischen Abwasserkanals entlang des Bussardweges verlegt. Der zweite Bauabschnitt ist mittlerweile auch vergeben, hier beginnen die Arbeiten in Kürze. Dabei werden innerhalb der nächsten zwei Jahre unter anderem rund 2800 Meter Abwasserkanäle verlegt.

Vom Stuckenbuscher Weg bis zur Mündung in den Holzbach werden bis Ende 2020 rund 1300 Meter Kanalrohre in offener Bauweise und 1500 Meter in geschlossener Bauweise verlegt. Somit kann das Abwasser im nächsten Schritt in den zurzeit entstehenden Kanal umgeleitet werden, um das dann abwasserfreie Gewässer im Anschluss ökologisch zu verbessern.

Die Emschergenossenschaft
Die Emschergenossenschaft ist ein öffentlich-rechtlicher Wasserwirtschaftsverband und wurde 1899 als erste Organisation dieser Art in Deutschland gegründet. Ihre Aufgaben sind unter anderem die Unterhaltung der Emscher, die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie der Hochwasserschutz.

Seit 1992 plant und setzt die Emschergenossenschaft das Generationenprojekt Emscher-Umbau um, in das über einen Zeitraum von rund 30 Jahren prognostizierte 5,266 Milliarden Euro investiert werden. Diese Kosten werden zu rund 80 Prozent von den Mitgliedern der Emschergenossenschaft getragen, d.h. von Bergbau, Industrie und Kommunen. Knapp 20 Prozent steuern das Land NRW und die EU über Fördermittel bei.

Voraussichtlich Ende 2020 soll die Emscher, einst der „dreckigste Fluss Europas“, weitestgehend wieder vom Abwasser befreit sein und – wo der Platz es zulässt – naturnah umgestaltet werden.